Vergangenes Wochenende nahm ich bei einem Forentreffen im schönen Kärnten teil. Obwohl es die vergangenen Tage immer wieder regnete und die Flüsse kaum bis gar nicht befischbar waren, gab es doch ein Gewässer, welches glücklicherweise davon kaum betroffen war. Allerdings ist es ein Vereinsgewässer mit streng limitierter Tageskartenanzahl. Somit war für mich leider keine Karte mehr vorrätig. Durch einen glücklichen Zufall konnte aber durch einen guten Freund in letzter Minute doch noch eine Karte für mich aufgrtrieben werden!
Der Fluss ist echt ein Traum. Schon von der ersten Brücke aus konnte ich einige schöne Äschen und Forellen ausmachen. Allerdings war die Strömung sehr stark und ein durchwaten dadurch viel zu gefährlich. Ich hab´s trotzdem versucht und nur mit viel Glück ein Vollbad vermieden, weshalb ich es dann bleiben ließ und mich eben nur mehr auf sichere Entfernungen konzentrierte. Mein Freund riet mir zu schweren Nymphen an einem langen Vorfach, die den Grund erreichen können. Er schenkte mir auch einige von ihm selbst gebundene Exemplare mit Tungstenkopf. Begonnen habe ich aber natürlich mit einer beschwerten Tenkara-Nymphe - typisch Willi. Schon nach dem dritten Wurf hatte ich einen schönen Biss, den ich aber nicht verwerten konnte. Kurz darauf den nächsten und schon hängte eine kleine Äsche an der Kebari. Die Kollegen hatten inzwischen auch schon einige schöne Äschen und Forellen gefangen, natürlich alle größer als meine.
Nach einem Platzwechsel wurden auch die Nymphen meines Freundes aufprobiert. Er versprach mir nicht zuviel, denn die Äschen und Forellen bissen gut darauf. Allerdings verschlief ich die meisten Bisse, oder die schöneren Fische konnten sich nach kurzem Drill vom (Schon-) Haken lösen.
Als ich wieder den Platz wechseln wollte übersah ich ein Stück alten, rostigen Stacheldraht am Wegrand. Natürlich blieb ich promt hängen und zerriss mir die Wathose. Ein notdürftiger Abdichtversuch mit UV-Kleber hielt leider nicht lange und schon bald spürte ich das kalte Wasser des Alpenflusses am Fuß. Da es aber eh schon späterer Nachmittag war und ich noch gut drei Stunden Autofahrt in die Heimat vor mir hatte, beendete ich das Fliegenfischen und schaute, dass ich aus der nassen Hose rauskam.
Auch wenn ich nur kleinere Äschen landen konnte, war es für mich trotzdem ein unvergessliches Erlebnis und eine große Ehre einen herrlichen Fluss wie diesen befischen zu dürfen. Gruß, Willi
ein Ungemach kommt selten alleine,kann man da schon sagen. Wobei die TK ja doch noch zu haben war.Die verschlafenen und ausgestiegenen Bisse sind ja auch nicht unbedingt lustig; wobei die zerissene Wathose ist ein ausgesprochen totales Missgeschick.
Ein und Petri zu der Äsche !
lG Rudolf
Wir brauchen keine Rute und keine Schnur, um über den Missouri zu werfen, sondern ein einfaches Werkzeug, mit dem es möglich ist, den Fisch vor unseren Füßen zu fangen. A.J. McClane (1965)
Servus Willi! Top Bericht und zu den Äschen! Wunderschöne Gegend! Würde mich auch mal reizen dort zu fischen. Habe mir auch einmal die Watstiefel an einem alten Brett wo noch ein Nagel drann war zerissen! Blöde Sache. Aber Gott sei Dank waren es noch Gummiwatstiefel, die leicht zu flicken sind.( Flickzeug vom Schlauchboot funzte super, musste aber einen blauen Flecken nehmen!) Lg u. Petri Heil josch
Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag. Lehre einem Mann zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben.
Danke Leute! Die Hose hab ich heute geflickt. Da war original ein Flickset dabei, wo man den Kleber mit dem Bügeleisen bearbeiten muss. Ich hab sie dann gleich an der Aschach ausprobiert. Gefangen hab ich nichts, aber zumindest ist die Hose wieder dicht.
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